Das Ostafrika Aquarium

Wenn du dir ein neues Aquarium einrichten willst, machst du dir sicher auch Gedanken darüber, ob es vielleicht ein Aquarium werden soll, das eines der beliebten ostafrikanischen Biotope abbilden könnte.

Du kannst dir zahlreiche Anregungen unter www.einrichtungsbeispiele.de/aquarien/ostafrika.html holen.

Grundsätzliche Überlegungen

Zu den bei Aquarianer beliebten ostafrikanischen Biotopen gehören der Malawisee, der Tanganjikasee und der Victoriasee.

Alle 3 Biotope haben eine grandiose Fauna, die vor allem in Form von hunderten verschiedener Buntbarscharten zu uns nach Europa kommt. Auch einige Welsarten sind beliebte Aquarienfische.

Die Cichliden aus den ostafrikanischen Grabenbruchseen haben spezielle Ansprüche und eignen sich meist nicht für ein Gesellschaftsaquarium. Sie sollten in Biotopaquarien gehalten werden, in dem ihr natürlicher Lebensraum und die speziellen Wasserparameter nachgebildet werden.

Die meisten Buntbarsche können erst in größeren Aquarien gehalten werden. Nur wenige Arte, wie einige Schneckenbuntbarsche aus dem Tanganjikasee sind bereits für Becken ab 54 Liter geeignet.

Ein Ostafrika-Aquarium einrichten

Meist ist das Vorgehen bei der Einrichtung recht ähnlich: Ein Bodengrund aus Sand und darauf Aufbauten aus Steinen. Nur wenige Arten benötigen zum Beispiel leere Schneckenhäuser als zusätzliche Einrichtung.

Wasserpflanzen werden eher nicht benötigt. Der meist recht hohe pH-Wert im Biotopaquarium verhindert ohnehin ein wirklich gutes Pflanzenwachstum. Sauerstoff, der zum Beispiel im Südamerikaaquarium von den Pflanzen produziert wird, gelangt hier über eine ausreichende Oberflächenbewegung ins Aquariumwasser. Diese Bewegung kann über eine Strömungspumpe oder den passend eingestellten Filterauslass erzeugt werden.

Wurzeln sollten nicht als Dekoration genutzt werden. Oft säuern diese das Wasser durch die Absonderung von Huminstoffen an und verändern damit das Aquarienwasser in einer Weise, wie es für diesen Biotoptyp nicht gewünscht ist.

Technik für das Ostafrikabecken

Die Technik ist ähnlich zu den in der Aquaristik gebräuchlichen Einrichtungen.

Ein ausreichend dimensionierter Filter sorgt für die biologische Reinigung des Wassers. Beachtet werden sollte allerdings unbedingt, dass Buntbarsche einen regen Stoffwechsel haben, so dass die Herstellerangaben deutlich überschritten werden sollten.

Ein Regelheizer sollte sicherstellen, dass die Wassertemperatur immer zwischen 24 und 26°C liegt.

Eine zusätzliche Strömungspumpe sollte für eine ausreichende Bewegung der Oberfläche sorgen.

Das Aquarium sollte nicht zu hell beleuchtet werden. Die Beleuchtung sollte so gewählt werden, dass die Tiere gut zu sehen sind. Da sie aber oft aus Wassertiefen oder Zonen stammen, in denen kaum mehr grelles Licht vorkommt, kann hier kleiner dimensioniert werden als in einem Aquarium, das bepflanzt ist. LED-Beleuchtung hat sich in den letzten Jahren etabliert und ist für die Ostafrikaner sehr gut geeignet.